Das Zuhause unserer Pferde sollte so gestaltet sein, dass sich unser Pferd wohlfühlt und gesund bleibt. Oder?
Oft sind wir Pferdemenschen ein bis zwei Stunden täglich mit unserem Pferd zusammen. Aber den Rest der Zeit? Die restlichen 22 bis 23 Stunden sind wir nicht da. Unser Pferd verbringt also den Großteil seiner Lebenszeit ohne uns. Und das ist ja auch gut so. Es verbringt seine Zeit mit Artgenossen, mit seinen Pferdekumpels um Pferdezeug zu machen. Das kann vieles sein... Oder eben auch nicht. Wir versuchen den Pferden ein gutes Leben zu ermöglichen, in dem wir die Herde und die Lebensumgebung so gestalten, dass sich das Pferd viel draußen an der frischen Luft bewegt, gutes und ausgewogenes und bedarfsgerechtes Futter hat und immer den Zugang zu frischem Wasser sowie den Schutz der Herde und der Unterstände, bei Dauerregen oder Hitze, genießt. Wir feilen immer weiter am Konzept und sind bereit Dinge zu verändern, um unseren Pferden ein tolles Leben zu ermöglichen. Und dann ist es auch gar nicht so schlimm, wenn der Menschenfreund mal einen Tag nicht zu Besuch kommt. Oder was sagt ihr?
Folgende Aspekte haben wir uns überlegt, um den Pferden ein gutes Leben zu ermöglichen:
Die passende Herde
Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass die einzelnen Pferde harmonieren. Wir haben eine gemischte Herde, also sowohl Wallache als auch Stuten. Es gibt sowohl für geschlechtergetrennte als auch gemischte Herden gute Gründe. Wir haben uns für eine gemischte Herde entschieden. Die Jungs animieren dich Mädels nochmal zusätzlich sich zu bewegen und meist gibt es innige Freundschaften zwischen Wallachen und Stuten. Bei uns funktioniert es prima und ich bin froh, dass wir uns für eine gemischte Herde entschieden haben.
Der passende Stall
Es ist immens wichtig, dass die Pferde sich in ihrem Stall wohlfühlen, wettergeschützte Orte haben, aber auch etwas entdecken können und genug Platz haben, um sich aus dem Weg zu gehen. Wir haben verschiedene Unterstände, die Liegehalle und mehrere Raufen. Vor allem während einer Integration ist es wichtig, dass alle Pferde, auch die neuen, in Ruhe fressen und ruhen können. In einem zu kleinen Stall mit zu vielen Pferden, die womöglich noch eine hohe Fluktuation haben, verursacht einen riesen Stress für alle Beteiligten. Unser Stall bietet pro Pferd etwa 300qm Platz. Auch wenn wir mit dem Trail einen Weg angelegt haben, der absichtlich zum Laufen anregen soll, haben wir alle Ecken abgerundet und es können immer auch Pferde stehen bleiben, während andere vorbei laufen.
Das passende Management
Nichts desto trotz ist es wichtig, dass wir als die verantwortlichen Menschen ein Auge auf die Pferde haben. Nicht nur bei der Auswahl und Integration sondern auch laufend, versuchen wir auf das große Ganze zu achten. Wir wohnen direkt am Pferdestall und sind mehrmals am Tag bei den Pferden, sodass es sofort auffällt, wenn etwas nicht stimmt. Aber auch wenn es mal doch nicht passen sollte mit einem Pferd in der vorhandenen Herde, sollte man als Stallbesitzerin die notwendige Entscheidung treffen, die für alle Beteiligten (vor allem natürlich die Pferde) am besten ist. Auch beim Thema Fütterung und Laufanreize sind wird laufend dabei, Dinge zu optimieren und den Bedürfnissen der Pferde gerecht zu werden.